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ja, was eigentlich?

Einer meiner Lehrer hat uns erzählt, dass er seine Schüler gerne, nachdem sie ihr ABI in der Tasche haben, fragt was sie denn eigentlich in der Schule gelernt haben. Die meisten finden in diesen Moment gar keine Antwort auf diese Frage.

Ich muss auch erstmal überlegen, was ich wirklich lebenswichtiges in der Schule gelernt habe...

Die elementaren Dinge, wie schreiben, addieren, multiplizieren habe ich wie jeder in der Grundschule gelernt. Von Jahr zu Jahr wurden sie verbessert, da durch tägliche Anwendung, von z.B. schreiben alles automatisiert wird. Ich erinnere mich noch gut daran, dass es für mich sehr schlimm war, als ich in der Grundschule wegen einer Strafarbeit zwei Zeilen irgendein Wort schreiben musste, da ich ewig lang dafür brauchte. Heute schreibe ich in Klausuren zwischen 500 und 1000 Wörter.

Nun gut, das wäre das erste, was man lernt, jedoch glaube ich, dass mein Lehrer dann konkreter werden würde. Er würde vermutlich mit der Frage nachhacken, was ich denn aus der Oberstufe mitgenommen habe, für mein weiteres Leben.

Darauf eine Antwort zu finden ist meiner Ansicht nach viel schwieriger. In Mathe habe ich gelernt mit Vektoren zu rechnen, Ebenen im Raum durch sie darzustellen und nachzuweisen ob diese sich schneiden. Aber auch, wie groß der Flächeninhalt unter einem Graphen, in einem bestimmten Integral ist.
Fast alle anderen Fächer -so kam es mir zumindest in der 11. und 12. Jahrgangsstufe vor - liefen darauf hinaus, einen bestimmten Sachverhalt zu darzustellen, die Kernaussagen herauszuarbeiten, zu analysieren und zu interpretiern.
Im Fach Kunst die Bilder verschiedener Kunstformen, wie Surrealismus, Kubismus, Naturalismus u.v.m.
In den Fächern Deutsch und Englisch waren es Prosa und Lyrik, deren unterschied mir natürlich auch mit der Zeit vermittelt wurde.
Im Fach Geschichte waren es Textarten, wie Reden oder Ähnliches, die dann im Bezug auf den historischen Kontext bezogen werden mussten.
Im Fach Biologie, sowie Chemie und Physik wurden Experimente analysiert und ausgewertet.

Natürlich könnte ich hier jetzt noch alle anderen Fächer aufzählen, aber dann würde es ausathen. Ich denke, jeder weiß jetzt, was ich meine:
Ich habe gelernt, aus Dingen, die andere Mensche geschaffen haben, wie Texte, Musikstücke, Bilder oder Experimente, herauszuarbeiten, was sie damit aussagen wollten und vor allem wie sie es gemacht haben.

Wenn ich weiter überlege, so fällt mir noch etwas ein.
Ich kam von der Realschule aufs Gymnasium. Ich kannte niemanden hier und mir wurde aufgezeigt, dass sich niemand auch nur ein bisschen um mich scherte. Im nachhinein habe ich zwar erfahren, dass man über mich redete, aber außer sehr extrovertierten Leuten sprach mich in der Anfangszeit niemand an. Ich gesellte mich zu einer Gruppe Jungs, die ich teilweise aus dem Unterricht kannte. Allerdings blieben sie zunächst auf Distanz.
Auch bei den Lehrern kam es mir so vor. Keiner interessierte sich für mich. Meine erste Klausur die ich wieder bekam war Latein. Es war eine 2- und ich war ganz zufrieden, bis ich am selben Tag Mathe mit einer 4- wiederbekam. Von da an, habe ich bis zur 13. Jgst. keine einzige zwei mehr geschrieben.
Vor einiger Zeit war ich wieder in meiner alten Schule und ich habe mich gefreut, als ich meine ehemalige Klassenlehrerin wiedersah. Sie lachte mich an, als wär ich nie weggewesen.
Ich glaube kaum, dass mich einer meiner Lehrer von meiner jetztigen Schule so bzw. überhaupt in Erinnerung behalten wird.
Mich hat die Oberstufe enttäuscht, vor allem, weil ich viel getan habe. Gelernt bis zum geht nicht mehr und trotzdem meine Noten nicht verbessern konnte. Mein ehemaliger "Leistungsstandart" wurde nie wieder erreicht.

Lag es an der Schule, an den Lehrern oder doch einzig und allein an mir?
Oder hat mich die Schule gar so demotiviert, dass ich einfach nicht mehr Leisten konnte?

Ich kann und will diese Frage nicht beantworten. Vermutlich kamen auch noch andere Faktoren hinzu, wie zum Beispiel ein gescheiterter Versuch meinem Schwarm zu sagen, was ich für sie empfinde, da ich nur selbst an mir zweifelte und schließlich verzweifelte.

Fest steht, dass ich mich nicht nur in der Schule verschlechterte, sondern auch in meinen Hobbys. Bei Tennistunieren gewann ich kein einziges Spiel mehr, es sei denn, mein Gegner war 3-4 Jahre jünger als ich.
Auch meine Trainingspartner waren besser und wurden besser, mir kam es allerdings so vor, als bliebe ich wo ich war.

Habe ich mich zu lange an meiner Vergangenheit festgeklammert?
Tue ich das immernoch, weil ich einfach nicht einsehen will, dass ich nicht besser oder schlechter als vorher bin, sondern nur mein derzeitiges Umfeld besser ist als ich?
Was ich weiß ist, dass ich mich nie an "schlechterern" orientieren wollte. Ich hab nie gesagt, dass ich mit meiner 4 zufrieden bin, weil jemand anders oder sogar ganz viele andere noch schlechter sind. Aus diesem Grund war ich auch immer gegen lästern, obwohl ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich mich besser fühlte, wenn ich von meinen Problemen auf die anderer Leute abgelenkt wurde. Leute die viel Lästern haben meiner Meinung nach auch ein viel größeres Selbstbewusstsein und sind so verblendet, dass sie ihre eigenen Makel gar nicht mehr wahr nehmen.

Demotiviert oder zu wenige gelästert?

Was habe ich gelernt?

Ich weiß es nicht! Das ist die einzige Antwort, obwohl ich gerade an die 900 Worte geschrieben habe!

 

Denk mal drüber nach, WAS HAST DU GELERNT?

liebe Grüße Tom

21.10.07 16:20


Probleme

Jeder hat sie, keiner will sie, doch trotzdem sind sie da: Probleme!

Von Jahr zu Jahr werden es mehr und von Lebensabschnitt zu Lebensabschnitt werden sie schwerer zu bewältigen. So geht es zumindest mir.

Ich schiebe sie so lange vor mir her, wie es geht. Warum ich das mache?! Keine Ahnung, vermutlich glaube ich, dass dies der einfachster Weg ist...

Wir machen uns nur oft nicht klar, dass die Probleme, die wir haben, kaum nicht einmal annähernd so groß sind, wie zum Beispiel Kindern in der 3. Welt, welche Tag für Tag um ihr überleben kämpfen müssen! Einer meiner Lehrer hat heute gesagt: "Interessiert dich nicht, ne?! Hauptsache man ist auf der richtigen Straßenseite geboren, dann brauch einen das auch nicht kümmern."
Und er hat Recht. Nur möchte man natürlich erst einmal seine eigenen Probleme bewältigen, bevor man sich denen von anderer annimmt (zeigt wieder mal die Selbstfixiertheit).

Ich denke viel über meine Probleme nach und manchmal auch über die, die uns alle betreffen, wie zum Beispiel die globale Erderwärmung und deren Verminderung, jedoch weiß ich, dass alle meine Überlegungen für den Arsch sind, denn es kommt jedes mal anders, wie es ist! Jedes mal kommt es nicht so, wie man es sich gedacht hat!

 

Es bingt nichts, man muss die Probleme einfach angehen. Ich weiß, leichter gesagt, als getan

Tom

 

12.6.07 17:00


Mark Twain

Dieser Amerikanische Dichter und Autor lebte von  1835-1910 und sagte einmal:

 

"Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt."

Ihr kennt das sicherlich auch, wenn ihr nach einiger Zeit über irgendeine Situation nachdenkt, dass euch dann Argumente ober Kontersätze einfallen, die ihr hättet sagen sollen, um besser da zu stehen, oder?

 

lG Tom 

10.6.07 19:17


René Descartes

"Cogito ergo sum!"

"Ich denke also bin ich!"

 

Cogere aus dem lateinischen hat neben der Bedeutung denken auch noch die Bedeutungen getäuscht werden und erkennen.

Also bedeutet dieses Zitat auch Ich erkenne (werde getäuscht) also bin ich.

6.6.07 22:22


Mein Menschenbild

Im Jahre 1658 veröffentlichte der Staatstheoretiker und Philosoph Thomas Hobbes in seinem Werk de homine seine Meinung über den Naturzustand des Menschen. Dieser beschreibt, wie wir Menschen ohne Regeln, Gesetze, Moral und Anstand wären. Quasi wie Tiere lebten, mal ganz lakonisch erklärt. Hobbes beschrieb den Naturzustand als "böse".

Ich glaube jedoch, dass der Naturzustand des Menschen selbstfixiert ist! Das ist vergleichbar mit dem Selbsterhaltungstrieb.

Was ich damit meine:

Wer würde denn nicht sich bevorzugen, wenn es um eine Beförderung geht, selbst wenn er weiß, dass er seinem Mitbewerber unterlegen ist?
Wer würde nicht gerne das Geld aus dem gefundenen Portmonnaie nehmen? Gebrauchen kann man es doch immer irgendwie...
Wer würde nicht gerne mal die "nötigen Mittel" anwenden, um seine Meinung zu erzwingen, obwohl alle andern dagegen sind, sie blöd oder unnütz finden?

Ich sage nicht, das jeder dies tun würde. Es kommt halt auf die Erziehung, den Anstand und die Moral an.
Die Menschen, die so etwas wirklich tun, denen die nötige Moral nicht vermittelt wurde, bestätigen schließlich meine Theorie.

Das komplizierte an der Moral ist, sie zu erklären. Deshalb sollten Menschen Normen und Werte schon von der Kindheit an lernen. Menschen die als Kinder vernachlässigt wurden, weil den Eltern z.B. ihr eigenes Leben wichtiger war oder deren Eltern nicht einsahen, das Kinder Verantwortungsbewusstsein verlangen und das Aufgeben ihrer Selbstfixierung, können meiner Meinung nach die Normen der Gesellschaft nur schwer verstehen.
Vermutlich gibt es noch viele andere Gründe, aber in der Kindheit werden wir erzogen, in der Kindheit bekommen wir diese Werte und Normen vermittelt. Bei den Eltern sollte man halt anfangen.

 

Denkt mal drüber nach....

Euer Tom

6.6.07 22:04


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